Aṅguttara Nikāya

Das Achter-Buch

7. Devadattas Untergang I

Einst weilte der Erhabene auf der Geierspitze bei Rājagaha, kurz nach dem Abfall Devadattas. Dort nun wandte sich der Erhabene mit Bezug auf Devadatta an die Mönche:

  1. „Gut ist es, ihr Mönche, wenn der Mönch von Zeit zu Zeit die eigenen Fehltritte betrachtet;
  2. gut ist es, wenn er von Zeit zu Zeit der anderen Fehltritte betrachtet.
  3. Gut ist es, ihr Mönche, wenn der Mönch von Zeit zu Zeit die eigenen Fortschritte betrachtet;
  4. gut ist es, wenn er von Zeit zu Zeit der anderen Fortschritte betrachtet.

Von acht üblen Dingen überwältigt und umsponnen, ihr Mönche, ist Devadatta der niederen Welt, der Hölle verfallen, äonenlang und unrettbar. Welches sind diese acht Dinge?

  • Gewinn und Verlust,
  • Ehre und Verachtung,
  • gute Behandlung und schlechte Behandlung,
  • üble Wünsche und schlechter Umgang.

Von diesen acht üblen Dingen überwältigt und umsponnen, ist Devadatta der niederen Welt, der Hölle verfallen, äonenlang und unrettbar.

Gut ist es, ihr Mönche, daß, wenn immer Gewinn auftritt, der Mönch ihn überwindet; wenn immer Verlust, Ehre, Verachtung, gute und schlechte Behandlung, üble Wünsche und schlechter Umgang auftreten, daß der Mönch diese Dinge überwindet.

Und aus welchem Grunde soll er sie überwinden? Weil eben, ihr Mönche, dem, der diese Dinge nicht überwindet, verstörende und quälende Triebe entstehen möchten. Für ihn aber, der diese Dinge überwindet, bestehen jene verstörenden, quälenden Triebe nicht mehr.

Daher, ihr Mönche, sollt ihr danach trachten: ‚Sobald Gewinn und Verlust, Ehre und Verachtung, gute und schlechte Behandlung, üble Wünsche und schlechter Umgang auftreten, so wollen wir diese Dinge überwinden.‘ Das, ihr Mönche, sei euer Streben.“