Aṅguttara Nikāya

Das Achter-Buch

36. Die drei Arten verdienstlichen Wirkens

Drei Arten verdienstlichen Wirkens gibt es, ihr Mönche. Welche drei? Das im Geben bestehende verdienstliche Wirken, das in der Sittlichkeit bestehende verdienstliche Wirken und das in der Geistesentfaltung bestehende verdienstliche Wirken (puññakiriyavatthu).

Da, ihr Mönche, ist bei dem einen das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstliche Wirken schwach entwickelt, und das in der Geistesentfaltung bestehende verdienstliche Wirken ist nicht vorhanden. Ein solcher erscheint beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in elenden Verhältnissen unter den Menschen wieder.

Da aber, ihr Mönche, ist bei dem einen das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstliche Wirken mittelmäßig entwickelt, doch das in der Geistesentfaltung bestehende verdienstliche Wirken ist nicht vorhanden. Ein solcher erscheint beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in glücklichen Verhältnissen unter den Menschen wieder.

Da aber, ihr Mönche, ist bei dem einen das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstliche Wirken stark entwickelt, doch das in der Geistesentfaltung bestehende verdienstliche Wirken ist nicht vorhanden. Ein solcher erscheint beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, unter den Göttern in der Himmelswelt der Vier Großen Könige wieder. Dort aber übertreffen die Vier Großen Könige, die das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstliche Wirken noch stärker entwickelt haben, die Götter ihres Gefolges in zehn Dingen: in himmlischer Lebensdauer, himmlischer Schönheit, himmlischem Glücke, himmlischem Ruhm, himmlischer Herrschaft, himmlischen Formen, himmlischen Tönen, himmlischen Düften, himmlischen Geschmäcken und himmlischen Tastempfindungen.

Oder aber ein solcher erscheint unter den Göttern der Dreiunddreißig wieder. Dort aber, ihr Mönche, übertrifft Sakka, der Götterkönig (sakko devānamindo), der das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstliche Wirken noch stärker entwickelt hat, die Götter der Dreiunddreißig in eben diesen zehn Dingen.

Oder aber ein solcher erscheint unter den Yāma-Göttern wieder. Dort aber, ihr Mönche, übertrifft der Göttersohn Suyāma (suyāmo devaputto), der das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstvolle Wirken noch stärker entwickelt hat, die Yāma-Götter in eben diesen zehn Dingen.

Oder aber ein solcher erscheint unter den Seligen Göttern wieder. Dort aber übertrifft der Göttersohn Santusita (santusito devaputto), der das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstvolle Wirken noch stärker entwickelt hat, die Seligen Götter in eben diesen zehn Dingen.

Oder aber ein solcher erscheint unter den Schöpfungsfreudigen Göttern wieder. Dort aber übertrifft der Göttersohn Sunimitta (sunimmito devaputto), bei dem das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstvolle Wirken noch stärker entwickelt ist, die Schöpfungsfreudigen Götter in eben diesen zehn Dingen.

Oder aber ein solcher erscheint unter den über die Erzeugnisse anderer verfügenden Göttern wieder. Dort aber übertrifft der Göttersohn Willensgewalt (vasavattī devaputto), bei dem das im Geben und in der Sittlichkeit bestehende verdienstvolle Wirken noch stärker entwickelt ist, die über die Erzeugnisse anderer verfügenden Götter in eben diesen zehn Dingen.

Das, ihr Mönche, sind die drei Arten verdienstvollen Wirkens.